Zwingenberg zeigt Solidarität

01.04.2020

Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen

Angesichts der Einschränkungen, die die Maßnahmen gegen das Corona-Virus für den gewohnten Alltag mit sich bringen, zeigt sich Zwingenberg solidarisch. Unter diesem Motto haben die Evangelische Kirchengemeinde, die Stadtverwaltung und engagierte Bürger ein Projekt ins Leben gerufen, durch das ältere und hilfsbedürftige Menschen auf unkomplizierte Art und Weise unterstützt werden sollen. 

Personen über 60 Jahre oder solche mit bestimmten Vorerkrankungen gelten in Bezug auf das Virus als „Risikogruppen“. Ihre Infektion kann besonders schwere Verläufe bis hin zum Tod zur Folge haben. Deshalb wird ihnen nachdrücklich geraten, in den nächsten Wochen daheim zu bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen möglichst zu meiden. 

Für viele bringt dies aber neben dem Aspekt fehlender Sozialkontakte auch eine ganze Reihe weiterer Einschränkungen mit sich. Mancher mag sich daher zum Beispiel fragen, wer den Einkauf von Lebensmitteln oder den notwendigen Gang zur Apotheke erledigt. Andere wiederum suchen möglicherweise auch einfach ein persönliches Gespräch. Jeder, der solche Unterstützung braucht, kann sich ab sofort vertrauensvoll an das evangelische Gemeindebüro in Zwingenberg wenden. Es verfügt über eine Liste freundlicher Mitmenschen, die sich freiwillig bereiterklärt haben, diese und ähnliche Hilfen zu übernehmen. 

Die Kirchengemeinde bildet die Brücke zwischen den Beteiligten: sie nimmt die Kontaktdaten von Freiwilligen auf, während die älteren Mitmenschen ihre gewünschte Unterstützung auf dem sog. Einkaufszettel detailliert aufschreiben können. Die Kirchengemeinde koordiniert beide Seiten, jede weitere Abstimmung erfolgt dann persönlich. Sie tut dies ausdrücklich auch für den im Ortsteil Rodau lebenden Teil der Zwingenberger Bevölkerung. Pfarrerin Beatrice Northe, die vertretungsweise derzeit in der Schwanheimer Gemeinde tätig ist, hat dies mit ihrem Kollegen Christian Hilsberg abgestimmt. 

In den nächsten Tagen sorgt die Stadtverwaltung Zwingenberg dann auch für die Verteilung von mehreren Hundert Flugblättern, die das Angebot unter dem Motto „#ZwingenbergSolidarisch“ noch besser bekannt machen sollen. Bürgermeister Dr. Holger Habich freut sich über das Engagement der Beteiligten: „Ein Projekt, das perfekt zur Philosophie Zwingenbergs als Cittaslow passt“. 

Das eingängige Logo für die Aktion stammt übrigens aus den Händen der Zwingenbergerin Katrin Mayer-Schild, die sich zusammen mit ihrem Mann Ronald als langjähriger Aktivposten des Zwingenberger Pro Kind e.V. schon vielfach gesellschaftlich engagiert hat. Die beiden tun dies hier nun erneut.

Menschen, die ihre Hilfe anbieten wollen sowie solche, die Bedarf an niedrigschwelliger Unterstützung in der Zeit der „Corona-Krise“ haben, können sich wenden an:

Evangelisches Gemeindebüro
Darmstädter Straße 22
64673 Zwingenberg
Telefon: 0 62 51 - 75844
Fax: 0 62 51  - 75836
E-Mail: kirchengemeinde.zwingenberg@ekhn.de

Für diejenigen, die sich engagieren wollen, steht auf der Internetseite der Gemeinde (www.ev-kirche-zwingenberg.de) sowie auf derjenigen der Stadt (www.zwingenberg.de) ein kurzes Formular zur Verfügung, in das alle Daten eingetragen werden müssen, die für Vermittlung der Kontakte notwendig sind.

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