Pressebericht zum Flurbereinigungsverfahren Bergsträßer Reben- und Blütenhang, Teilgebiet Zwingenberg-Alte Burg

09.03.2021

Die Weinbergsflächen um die Luciberghütte werden neugestaltet

Ab dem 15. März beginnen die Bauarbeiten der Flurbereinigung rund um die Luciberghütte in Zwingenberg. In einem ersten Bauabschnitt werden die Weinberge neu angelegt – teilweise als Querterrassen, teilweise zur Bewirtschaftung längs zur Hangneigung. Außerdem werden Wege erneuert, ökologische Kompensationsflächen angelegt und eine Bewässerungsanlage installiert. Das hierfür erforderliche Wasser soll aus den drei nicht mehr zur Trinkwasserversorgung genutzten Quellen der Stadt Zwingenberg (Weidental-, Brunnenweg- und Orbisquelle) kommen. 

Inzwischen sind zur Vorbereitung der Bauarbeiten Brombeeren, Sträucher und Bäume entfernt und die „Entwicklungsfläche Halbtrockenrasen“ gemäht worden. Auch wurden die alten Weinbergsanlagen zurückgebaut und die Weinstöcke entfernt. 

Diese Arbeiten wurden von einer Heppenheimer Fachfirma zur vollsten Zufriedenheit des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft ausgeführt. Die ausführenden Firmen für die Neuanlage der Weinberge, des Wegebaus und der Bewässerungsanlage wurden am 17. Februar in die Baustelle eingewiesen. Der Baubeginn ist für den 15. März vorgesehen. Diese Bauarbeiten werden, ebenso wie die Rodungsarbeiten, durch eine externe Fachkraft in ökologischer Hinsicht begleitet. 

Das Flurbereinigungsverfahren „Bergsträßer Reben- und Blütenhang“, welches als interkommunales Projekt der Städte Bensheim und Zwingenberg durchgeführt wird, dient dem Erhalt und der Verbesserung des Weinbaus am westlichen Odenwaldhang. Diese Kulturlandschaft ist identitätsstiftend für die Bergstraße. Die Winzerinnen und Winzer tragen durch ihre Arbeit dazu bei, dieses Markenzeichen zu erhalten, indem sie die Landschaft ganzjährig pflegen. Dadurch leisten sie auch einen wichtigen Beitrag für die Umwelt, denn Weinbergsflächen stellen einen wertvollen Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenarten dar. Die Flurbereinigung schafft die Voraussetzungen dafür, dass dies auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin möglich ist. Auch wenn sich das Landschaftsbild während der Baumaßnahmen kurzzeitig verändern mag, wird es langfristig doch dazu führen, dass das für Zwingenberg und die Region typische Bild bewahrt werden und weiterhin qualitativ hochwertiger Wein hier angebaut werden kann. 

Ab dem 15. März bis voraussichtlich Mitte Mai, kann der Baustellenbereich nicht mehr betreten werden. Eine dementsprechende Beschilderung wird an den neuralgischen Punkten angebracht. Der Wanderweg „Nibelungensteig“ ist von der Maßnahme nicht betroffen. 

Die Zu- und Abfahrt zur Baustelle erfolgen über die Straßen Obertor, Hohl und Alter Graben. Das Parken muss dort während des Baubetriebes eingeschränkt werden. Am 15. März und an einem weiteren Tag im April ist beidseitig ein absolutes Halteverbot erforderlich. An diesen Tagen werden die Baumaschinen zur Baustelle an- und abtransportiert und ab dem 16. März bis voraussichtlich Mitte Mai wird ein einseitiges Halteverbot in den Straßen notwendig, da diese Strecke für den Baubetrieb befahrbar sein muss. 

Für Fragen zum Flurbereinigungsverfahren stehen Mitarbeiter des Amtes für Bodenmanagement in Heppenheim gerne zur Verfügung.