Breitbandausbau in Zwingenberg

16.11.2015

Sowohl in der Kernstadt Zwingenberg, als auch im Ortsteil Rodau ist schnelles Internet (sog. Breitbandversorgung) verfügbar, allerdings nicht von jedem Telekommunikationsanbieter.

Die Stadtverwaltung wird immer wieder von Bürgern mit der Frage konfrontiert, weshalb bestimmte Anbieter in Zwingenberg keine breitbandigen Anschlüsse bieten. Zur Klarstellung der Versorgungslage informiert die Stadt Zwingenberg daher über den aktuellen Sachstand: Kabelgebundene Internetanschlüsse mit Übertragungsgeschwindigkeiten von über 25.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/sec.) bietet flächendeckend die GGEW Net GmbH, ein Tochterunternehmen des örtlichen Versorgers GGEW AG. Nähere Informationen erhalten Endkunden auf der Homepage des Unternehmes (www.ggew-net.de) oder unter der Telefonnummer 0 62 51 / 13 01 – 449.

Weite Teile Zwingenbergs sind außerdem durch das Kabelnetz von Unitymedia erschlossen. Auch hierüber kann man sich auf der Homepage des Anbieters (www.unitymedia.de) oder telefonisch unter 0800 / 700 11 77 informieren.

Die Deutsche Telekom AG versorgt Zwingenberg nur teilweise mit schnellem Internet, und zwar im Gewerbegebiet „Gernsheimer Straße“ sowie im Neubaugebiet „Steinfurter Falltor III“. Entgegen der Ankündigung des Unternehmens aus dem Frühsommer 2015 wird einen weiterer Ausbau nicht stattfinden. Hintergrund dessen ist laut einem Schreiben des Unternehmens an den Magistrat der Stadt Zwingenberg ein Bescheid der Bundesnetzagentur, welcher der Telekom keine Investitionssicherheit garantiert, wenn sie nicht vorrangig zur Vectoring-Liste der Bundesnetzagentur angemeldet ist. Dies ist in Zwingenberg der Fall, da bereits ein anderer Anbieter auf dieser Liste steht und die Kabelverzweiger entsprechend ertüchtigt hat. Somit ist ein Investitionsschutz nicht gegeben, was bei der Deutschen Telekom nach eigener Auskunft dazu geführt hat, „dass wir alle Projekte in ganz Deutschland dieser Art sofort gestoppt haben“.

Der Magistrat der Stadt Zwingenberg bedauert die Entscheidung des Unternehmens, kann sie aber nicht ändern. Er legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass es allein die unternehmerische Entscheidung der Deutschen Telekom bzw. die Regularien der Bundesnetzagentur und nicht etwa, wie vereinzelt behauptet, Entscheidungen der Stadt Zwingenberg sind, die den Anbieter an einem Netzausbau hindern. Da die Zwingenberger und Rodauer Bürger jedoch über gute Alternative verfügen, sieht der Magistrat darin keinen Nachteil. Es liegt allein an den Kunden, die Möglichkeiten des Wettbewerbs zu nutzen.

Neben den genannten Netzbetreibern bieten möglicherweise auch andere Anbieter schnelles Internet (teilweise auch mit anderen technischen Lösungen) in Zwingenberg und Rodau an. Die Stadtverwaltung empfiehlt, deren Angebote ebenfalls genau zu prüfen.