Kein Weinfest an Pfingsten

22.04.2021

Verkehrsverein sagt Traditionsveranstaltung ab / Geschichtsverein schließt sich an

Auch im Jahr 2021 wird es an Pfingsten kein Weinfest in Zwingenberg geben. Dies teilt der ausrichtende Verkehrsverein angesichts der Corona-Virus-Pandemie mit. Damit muss das Jubiläumsfest zum 30. Geburtstag erneut verschoben werden. Alle Hoffnungen ruhen nun darauf, im kommenden Jahr zu Pfingsten den Marktplatz wieder „bespielen“ zu können. Aktuell sehen Winzer und Vereinsvorstand hierzu aber keine Möglichkeit, zumal angesichts steigender Infektionszahlen eher über verschärfte, denn über gelockerte Infektionsschutzregelungen gesprochen wird. Auch von einer Wiederholung der virtuellen Version wollen die Veranstalter diesmal absehen. Letztes Jahr gingen die Weinfreunde unter dem Motto „Weinfest neunundzwanzigeinhalb“ noch live aus dem Theater Mobile im Internet auf Sendung und setzten damit Maßstäbe für vergleichbare Aktionen in anderen Kommunen. Für 2021 war man sich jedoch einig, dass es zwischenzeitlich ein Überangebot an Online-Events gebe und viele Menschen dieser überdrüssig seien. Auch wenn das virtuelle Weinfest allen Beteiligten viel Spaß gemacht und eine neue Erfahrung gewesen sei, werde es in dieser Form nicht wiederholt, teilt der Verkehrsverein mit. 

Der Geschichtsverein wird es mit seinem traditionellen Bauern- und Handwerkermarkt ebenso halten und sagt auch ihn ab. Gewöhnlich finden die Veranstaltungen an den beiden Pfingstfeiertagen parallel statt und sollen als attraktives Doppel überdies in Zukunft organisatorisch noch enger verzahnt werden. Vorsitzende Ingrid Krimmelbein weist jedoch darauf hin, dass der Vorstand angesichts der Pandemie keine Möglichkeit sieht, viele Hundert Menschen nach Zwingenberg einzuladen, auf dass sich diese an den zahlreichen Ständen in den engen Gassen und im Stadtpark drängen oder im Museumsgarten gemütlich beisammen sitzen. 

Ganz wollen die beiden Vorstände die Köpfe aber noch nicht in den Sand stecken und halten sich deshalb jeweils ein Hintertürchen offen. Der Verkehrsverein hält es zumindest für denkbar, am ersten Augustwochenende „Schoppenabende“ mit begrenzter Personenzahl und ohne großes Rahmenprogramm zu veranstalten. Und der Geschichtsverein kann sich vorstellen, einige ausgewählte Stände anlässlich seines 50. Vereinsjubiläums am 25. September in der Scheuergasse aufbauen zu lassen. „Beides steht freilich unter dem Vorbehalt, dass sich die Lage bis zur zweiten Jahreshälfte entspannt und Kontaktbeschränkungen gelockert werden können“, so Bürgermeister Holger Habich, der auch beiden Vereinsvorständen angehört, im Verkehrsverein als Vorsitzender. „Wir geben die Hoffnung nicht auf und bleiben optimistisch“, sind sich Krimmelbein und Habich einig.